Am 8. Mai 2010 findet im Kino Babylon die Linke Kinonacht statt. Unter dem Motto „65 Jahre Befreiung 1945 – 2010“ richtet sich die Veranstaltung vor allem an junge Menschen und will ihnen Gelegenheit geben, sich mit diesem Datum nachdenklich auseinanderzusetzen, in der Zerschlagung des Hitlerfaschismus aber auch einen Grund der Freude und einen Anlass zum Feiern zu sehen.
Für viele Besucher der Kinonacht wird sicher der Auftritt des Rockpoeten Jochen Distelmeyer um 21 Uhr im großen Saal des Kinos den Höhepunkt des Abends darstellen. Distelmeyer hat mit „Heavy“ sein erstes Solo-Album nach der Trennung von Blumfeld vorgelegt und erhielt für seinen Alleingang durchweg sehr gute Kritiken. Blumfeld wurden nach ihrer Abschiedstournee als „eine der einflussreichsten Popbands der vergangenen Jahre« gewürdigt.
Vor ihm tritt um 19.30 Uhr das rockende Blasensemble „Bolschewistische Kurkapelle“ an dieser Stelle auf – „Sauerkraut-Metal-Punk-Pop vom Feinsten“.
Im Oval des Kinos findet um 18.30 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Medien und der 8. Mai“ statt. Im Anschluss daran heißt es ab 19.30 Uhr „Die Russen kommen“. Die Band „Der swingende Tresen“, die Schriftsteller Manja Präkels und Karsten Krampitz, die Kabarettisten Markus Liske und Michael Bootz und der russische Landfrauenchor „Polinushka“ fanden sich unter diesem Namen zu ihrem Programm zusammen. Gegen 22 Uhr wird im Oval Horst Evers zeigen, warum er als der große Erzähler unter den deutschen Kabarettisten gilt. Nach ihm wird eine Party mit EASTBLOCKMUSIK stattfinden.
Im zweiten Saal des Kinos werden klassische Filme über den zweiten Weltkrieg gezeigt – um 18 Uhr „Ein Menschenschicksal“ SU(1959), 20 Uhr „Ballade des Soldaten“ SU (1959), 21.45 Uhr „Die Kraniche ziehen“ SU (1957) und um 23.30 Uhr „Geh und sieh“ SU (1985).
Eröffnet wird die Veranstaltung um 18 Uhr im großen Saal mit den beiden ersten Folgen der Kult-Serie „Vier Panzersoldaten und ein Hund“ PL (1967). Wer die weiteren Folgen erleben möchte, muss sich im Anschluss daran „Zur langen Nacht der Panzersoldaten“ in den dritten Kinosaal begeben.
Im Eingangsbereich präsentieren Vereine und Organisationen, die sich gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus engagieren, ihre Arbeit, darunter die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus, der Klub Dialog und die IG Metall.
Für das leibliche Wohl wird an diesem Abend mit typischen russischen Gerichten gesorgt.
Für die gesamte Veranstaltung ist der Eintritt frei.
Ab 23.04. finden Sie das komplette Programm der Veranstaltung unter http://www.linkekinonacht.de .
Rückfragen werden gern unter 030/24 00 9 204 beantwortet.
